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Die Gäste nahmen nicht unverdient die Punkte mit nach Hause. Dabei begann es für die Gastgeber optimal. Bei einer eigentlich harmlosen Situation unterlief Gäste-Torwart Karaagac ein Fehler, den Ali-Reza Kazerooni zum Führungstreffer für Limburg verwertete (31.). In der Folgezeit kam Weilburg besser in die Begegnung und versuchte mit Distanzschüssen zum Erfolg zu kommen. Der verdiente Lohn für diese engagierte Leitung folgte nach der Pause, als Necmi Cakrak (55.) und Hüseyin Kaysal (86.) die Partie mit ihren Treffern drehten. "So langsam muss man sich fragen, was die Limburger Mannschaft überhaupt macht. Irgendwann müsste doch eigentlich ein Fortschritt zu erkennen sein", meinte VfR-Berichterstatter Edmund Menges.
In einer niveauarmen Partie verstanden es die Gastgeber die komplette Spielzeit nicht, sich gegen eine kampfstarke Truppe aus Weilburg Torchancen zu erarbeiten. Das Spiel plätscherte so dahin, als die Gäste völlig überraschend durch einen Konter ihre einzige Torchance des Spieles in der 60. Minute durch Wagner zur Führung nutzten. Trotz Überzahl (70. Minute Pehlivau Rot; 85. Min Simian Gelb-Rot) gelang dem VfL wenig. Als kurz vor Schluß Leukel im Strafraum zu Fall kam und der Pfiff des Unparteiischen zum Entsetzen der Einheimischen Zuschauer ausblieb, war die durchaus vermeidbare und nicht zu erwartende Heimniederlage besiegelt.
Der SC Niederhadamar hat in der Fußball-Kreisoberliga Limburg-Weilburg am Donnerstagabend eine konzentrierte Leistung gezeigt und WGB Weilburg mit 5:2 (4:0) besiegt. Während Niederhadamar bis auf Rang fünf vorrückte, bleibt WGB Weilburg Tabellenvorletzter. Die Türken verloren außerdem Mehmet Kaya. Er leistete sich in der Halbzeitpause beim Gang in die Kabine eine Tätlichkeit und sah die Rote Karte. Bei Niederhadamar wurde Marcel Löbach (70.) wegen wiederholten Reklamierens mit Gelb-Rot vom Feld geschickt. Axel Kaiser, Zweiter Vorsitzender des SC Niederhadamar, sah eine WGB-Mannschaft, die von Anfang an gut dagegen hielt, sich aber als wenig torgefährlich erwies. Niederhadamar nutzte in einer nickeligen ersten Halbzeit seine Torchancen konsequent. 1:0 Mesut Yaman (8.) mit einem direkten Freistoß, Maximilian Lorkowski (32.) und Behar Perkuqu (33.) per Doppelschlag sowie Murat Ince (45.) entschieden das Spiel bis zur Pause. "Nach dem Seitenwechsel zeigte WGB zu zehnt, dass die Mannschaft Fußball spielen kann", sagte Kaiser. Dominik Wagner (65.) und 4:2 Recep Yücel (66., Foulelfmeter) brachte die Gäste auf 2:4 heran. "Danach verlangten sich beide Mannschaften nicht mehr besonders viel ab", sagte Kaiser. Mesut Yaman (81.) besorgte den Endstand. In der Schlussphase zeichnete sich WGB-Torwart Yavuz Karaagac mit mehreren Paraden gegen Murat Ince und Behar Perkuqu aus.